Was ist ein MCP-Connector für die Buchhaltung?
Kurze Antwort
Eine Schnittstelle, über die eine KI wie Claude direkt mit einer Buchhaltungssoftware arbeitet. Der Connector stellt der KI Werkzeuge bereit, etwa Buchungen suchen, Rechnungen entwerfen oder die Saldenliste abrufen. Das Protokoll dahinter ist ein offener Standard, den viele KI-Anwendungen verstehen.
Was bedeutet MCP?
MCP steht für Model Context Protocol. Laut der offiziellen Projektseite ist es ein offener Standard, um KI-Anwendungen mit anderen Systemen zu verbinden, also mit Datenquellen, Werkzeugen und Abläufen. Die Seite vergleicht MCP mit einem USB-C-Anschluss für KI-Anwendungen.
Unterstützt wird MCP unter anderem von Claude und ChatGPT. Ein Anbieter baut den Connector einmal, und verschiedene KI-Clients können ihn nutzen.
Für Anbieter von Buchhaltungssoftware hat das einen Vorteil: Sie müssen nicht für jede KI eine eigene Anbindung bauen.
Wie sieht das in der Buchhaltung aus?
Ein MCP-Server einer Buchhaltungssoftware beschreibt, welche Werkzeuge es gibt und welche Angaben sie brauchen. Die KI wählt im Gespräch das passende Werkzeug. Fragen Sie etwa, wer Ihnen noch Geld schuldet, ruft sie die Liste der offenen Forderungen ab.
Octobooks zeigt, wie weit das reichen kann. Der Connector hat 54 Werkzeuge, darunter:
- Cockpit mit Kontostand, Forderungen, Verbindlichkeiten, fälliger Umsatzsteuer und offenen Punkten
- Suche, Buchungssätze und Saldenliste
- Gewinn- und Verlustrechnung mit Vorperiode und Vorjahr, Bilanz und Altersstrukturlisten
- Voranmeldung pro Registrierung für Deutschland, Österreich und das Vereinigte Königreich
- Rechnungen, Gutschriften, Angebote und wiederkehrende Rechnungen
- Hochladen von Belegen und Kontoauszugsdateien sowie Zuordnung von Zahlungen
- Vorschläge für Abgrenzungen, Abschreibungen und das Jahresende
Woran erkennen Sie einen guten Connector?
Ein Connector, der nur liest, beantwortet Fragen. Einer, der schreiben darf, führt Bücher. Achten Sie deshalb auf diese Punkte:
- Darf die KI buchen, und wer legt fest, was sie allein darf?
- Steht jede Buchung im Prüfpfad, und werden Korrekturen als Storno sichtbar?
- Welche Grenzen gibt es? Bei Octobooks bewegt kein Werkzeug Geld, keines verschickt E-Mails und keines reicht eine Meldung beim Finanzamt ein.
- Kennt das System die Regeln Ihres Landes, etwa die Voranmeldung in Deutschland und Österreich?
Wohin fließen die Daten?
Bei MCP sind zwei Stellen beteiligt: der Anbieter der Software und Ihr KI-Anbieter. Was die KI über den Connector liest, verarbeitet Ihr KI-Anbieter. Prüfen Sie daher beide. Bei Octobooks liegen die Buchhaltungsdaten in Deutschland bei Hetzner in Nürnberg. Connectors für Claude finden Sie im Connector-Verzeichnis.
Was ist der Unterschied zu einer klassischen Schnittstelle?
Klassische Schnittstellen sind für Programmierer gebaut. Wer zwei Programme verbinden will, schreibt Code, der genau festlegt, welche Daten wann fließen. Ein MCP-Server beschreibt seine Werkzeuge dagegen so, dass eine KI sie versteht und selbst entscheidet, welches sie gerade braucht.
Für Sie heißt das: Sie stellen Fragen und geben Aufträge in normaler Sprache. Die KI übersetzt sie in Aufrufe der Werkzeuge. Welche Werkzeuge es gibt und was sie dürfen, bestimmt weiterhin die Software, und in ihr die Einstellungen, die Sie wählen.
Weitere Fragen
- Was braucht eine KI, um die Bücher richtig zu führen?
- Wie verbinde ich Claude mit einer Buchhaltungssoftware?
- Kann ChatGPT meine Buchhaltung machen?