Wie verbinde ich Claude mit einer Buchhaltungssoftware?
Kurze Antwort
Über einen Connector, der auf dem Model Context Protocol (MCP) beruht. Entweder wählen Sie ihn im Connector-Verzeichnis von Claude aus, oder Sie fügen die Adresse des MCP-Servers Ihrer Software als eigenen Connector hinzu. Danach arbeitet Claude im Chat in Ihrer Buchhaltung, im Rahmen der Rechte, die Sie vergeben.
Welche Wege gibt es?
Es gibt drei übliche Wege:
- Connector-Verzeichnis. Im Verzeichnis der Claude-Connectors sind viele fertige Anbindungen gelistet, die Sie mit wenigen Klicks verbinden.
- Eigener Connector. Bietet Ihre Software einen MCP-Server an, tragen Sie dessen Adresse selbst ein.
- Plugin. Anthropic veröffentlicht Plugins für Claude, darunter eines für kleine Unternehmen, das unter anderem QuickBooks anbindet.
Alle drei Wege nutzen das Model Context Protocol, einen offenen Standard für die Verbindung von KI-Anwendungen mit anderen Systemen.
Wie füge ich einen eigenen Connector hinzu?
Laut Anthropic-Hilfe sind eigene Connectors in den Tarifen Free, Pro, Max, Team und Enterprise verfügbar. Im Tarif Free ist ein eigener Connector möglich.
- In Pro oder Max öffnen Sie Customize > Connectors, klicken auf Add und wählen Add custom connector.
- Sie geben einen Namen und die MCP-Adresse des Servers ein.
- Sie prüfen die Anmeldung und schließen mit Add ab.
- In Team und Enterprise fügt ein Owner den Connector unter Organization settings > Connectors hinzu. Mitglieder verbinden ihn danach selbst.
Die Menünamen können in der deutschen Oberfläche anders lauten.
Welche Rechte bekommt Claude?
Rechte gibt es auf zwei Ebenen. In Claude können Sie einzelne Werkzeuge eines Connectors abschalten. Anthropic empfiehlt, Anfragen zur Werkzeugnutzung zu prüfen und „Allow always“ nur bei Servern und Werkzeugen zu wählen, denen Sie vertrauen.
Die zweite Ebene liegt in der Buchhaltungssoftware selbst. Dort entscheidet sich, ob Claude nur lesen oder auch buchen darf und wer eine Buchung freigibt. Fragen Sie vor dem Verbinden, wie diese Rechte geregelt sind.
Ein Beispiel: Octobooks verbinden
Octobooks ist ein doppeltes Hauptbuch, das als MCP-Connector geliefert wird. Es funktioniert mit Claude, also Claude Cowork und claude.ai, und mit jedem anderen KI-Client, der MCP spricht. Ihre KI darf alles in den Büchern tun, und Sie stellen die Schalter, etwa wer pro Firma Buchungen freigibt.
Die Daten liegen in Deutschland bei Hetzner in Nürnberg. Was Ihre KI liest, verarbeitet Ihr eigener KI-Anbieter. Sie starten kostenlos, ohne Karte.
Was sollten Sie vor dem Verbinden klären?
Ein paar Punkte lohnen sich vor dem ersten Klick:
- Welche Firma und welche Bücher soll Claude sehen?
- Darf Claude nur lesen, oder auch buchen und Rechnungen ausstellen?
- Wer gibt Buchungen frei, und wie sehen Sie später, was Claude getan hat?
- Wo liegen die Daten, und was verarbeitet Ihr KI-Anbieter?
Testen Sie den Connector zuerst mit einfachen Fragen, etwa nach dem Kontostand oder den offenen Rechnungen. So sehen Sie schnell, welche Werkzeuge Claude aufruft und wie die Antworten aussehen.
Weitere Fragen
- Was ist ein MCP-Connector für die Buchhaltung?
- Ist es sicher, eine KI in meinen Büchern buchen zu lassen?
- Welche Buchhaltungssoftware funktioniert mit Claude?